MOZARTS OPERN
Die Erfindung der musikalischen Psychologie

MOZARTS OPERNSCHAFFEN. Chronologie, Inhalte und Hintergründe


Schon mit "Mitridate, Re di Ponto" gelang dem Teenager Mozart ein Geniestreich, in dem manches seiner späteren psychologischen Meisterschaft anzuklingen scheint.

Eine kurze Einführung in "Mitridate" 


DIE DAPONTE-TRILOGIE

Die drei zwischen 1786 und 1790 entstandenen Opern nach Libretti von Lorenzo da Ponte gehören zu den zentralen Werken der europäischen Musikgeschichte. Hier ist Mozarts Kunst des psychologischen Musiktheaters zur vollen Reife gelangt. Jede einzelne Figur scheint in Tönen messerscharf charakterisiert, Stimmungsvaleurs sind subtil eingefangen, als wäre der Kontrapunkt erfunden worden, um zwischenmenschliche Beziehungen feinnervig in Klänge umzuseetzen. Mozarts Ensemblekunst schwingt sich zu Höhen der Differenzierungskunst auf, die später in solcher Vollendung und Vielschichtigkeit von kaum einem Komponisten mehr erreicht wurden. Für die großformalen Zusammenhänge sorgt ein architektonisch durchdachtes Konzept tonaler Beziehungen innerhalb der einzelnen Werke.

Regisseur Martinoty über die Hintergründe des "Figaro"

Die besten Aufnahmen der "Nozze di Figaro".

Mit der Zauberflöte schufen Emanuel Schikaneder, Textdichter und erster Papageno der Geschichte, und Mozart ein Werk, das seit der Uraufführung im Freihaustheater, 1791, nie mehr von den internationalen Opernbühnen verschwand. Die verschlungenen Pfade der handelnen Personen durch allerlei Prüfungen jenseits von Gut und Böse fesseln in ihrer Rätselhaftigkeit Zuschauer, Interpreten, Regisseure bis heute. Riccardo Muti erläutert im Interview seinen Zugang zu Mozarts "Mysterium", das zur meistgespielten Oper aller Zeiten wurde - und  selbst aus Theaterflops der bizarrsten Sorte wie der Phönix aus der Asche wieder aufsteht; selbst in Festspielzeiten.