DIE WIENER MODERNE

als treibende Kraft


ARNOLD SCHÖNBERG


ALBAN BERG


ANTON VON WEBERN


Stichworte: Zwölftonmusik, Atonalität - Begriffe, die vielen Musikfreunden bis heute die Haare zu Berge stehen lassen. Arnold Schönberg und sein Kreis waren die führenden Köpfe der musikalischen Erneuerung im 20. Jahrhunderts. Generationen von Komponisten mussten sich an deren Vorgaben orientieren - oder zumindest gegen sie opponieren. Eine Neue Musik ohne direkte oder indirekte Bezugnahme auf die "Wiener Schule" schien vor allem in den Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs undenkbar.
War Haydn der Vater der Wiener Klassik, so wurde Arnold Schönberg zum Ahnvater der musikalischen Moderne. Oder zumindest zu einem ihrer Ahnväter. Die Musik der von Schönberg begründeten "Wiener Schule" wurde jedenfalls für viele Komponisten der Ära nach 1945 zum ästhetischen Leitbild, ebenso die sogenannte Zwölftonmethode, die Schönberg Anfang der Zwanzigerjahre des XX. Jahrhunderts Klarheit in die Strukturen der sogenannten atonalen Musik bringen wollte. So eng das Dreigestirn Schönberg - Berg - Webern auch verbunden war, so grundverschieden waren doch die ästhetischen Positionen der drei Meister.

Einig war das der Großteil des Publikums zunächst in der rigorosen Ablehnung der musikalischen Aktivitäten der Wiener Moderne. Im Musikverein kam es wiederholt zu Skandalen, 1930 sogar zu einem "Watschenkonzert", bei dem die Polzei einschreiten musste.


Schon innerhalb des engsten Schönberg-Kreise bildeten sich höchst unterschiedliche ästhetische Kriterien heraus. Welten trennen Alban Berg (1885-1935) von seinem Komilitonen Anton von Webern (1883-1945) und beide sind völlig andere Wege gegangen als ihr Lehrer und Vorbild.

AUF DEN SPUREN DER WIENER SCHULE

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