DIE MUSIKALISCHE MODERNE

Eine ästhetische Spurensuche

Nicht alles tut weh...

... was nach 1900 komponiert wurde.

Die sichersten Methoden, die musikalische Moderne lieben zu lernen, erfahren Sie hier:

Hörtipps für Einsteiger, Skeptiker und Neugierige


Der Begriff "Moderne" wurde in der Zeit nach 1900 großzügiger angewendet als heute. Als modern galt die Tonsprache eines Richard Strauss ebenso wie jene die der sogenannten Neuen Wiener Schule. Die Zeitläufte haben diesbezüglich Grenzlinien eingezogen.
Diese Grenzziehungen konnten in der ästhetischen Diskussion erst überwunden werden, als sich international die Freizügigkeit der Postmoderne durchzusetzen begann. Zwischendrin hatte auf Grund der Restriktionen der diktatorischen Regime in Deutschland und Russland  die Avantgarde zu schweigen, nach 1945 sorgte das Verdikt von Vordenkern wie Theodor W. Adorno für die Ächtung jeglicher Musik, die noch tonal orientiert war. Hier wie da hatten Dissidenten im stillen Kämmerlein zu arbeiten. Erst im Ausklang des XX. Jahrhunerts - nicht zuletzt mit dem Fall des Kommunismus und seiner Doktrinen - öffneten sich dies- und jenseits des einstigen Eissernen Vorhangs die Gesinnungen.

Ist in der aktuellen Komponistenszene endlich wieder alles erlaubt, bietet sich die offizielle wie die inoffizielle Musikgeschichte der jüngeren Vergangenheit als spannendes Territorium, auf dem es noch einige blinde Flecken zu entdecken gibt. Musik, die einst hoch geschätzt war, dann aber rassistischen und/oder ideologischen Verdikten zum Opfer fiel. Musik die überhaupt erst aus den Archiven zu bergen ist, weil ihre Schöpfer keine Chance hatten, sie bekannt zu machen.


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